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clark - turning dragon
warp

Aber hallo, ist Warp zurück im klassischen Techno-Geschäft? Dem ersten Eindruck nach ja, doch trotz der auf 4/4 geeichten Orientierungshilfe Bassdrum ist man mit dem "Turning Dragon" in kürzester Zeit zwischen finsteren Industrieruinen verloren. Altbekannte Techno-Standards werden hier allesamt mit Über-Konsequenz angegangen: Es rumort zu düster für den gängigen Dancefloor, die Bässe sind zu laut aufgedreht, noch bevor sie aus den Boxen pumpen. Das zerrt dann ordentlich, und rundherum flirren Splitter mit grobkörniger Klangkonsistenz durch die Hallräume.

Statt neue Maximo Parks oder Battles zu pushen, setzt Warp also lieber auf einen neuen Aphex Twin. Tatsächlich kannte man den britischen Produzenten Christopher Clark, der hinter diesen sonischen Attacken steckt und sich damit nachhaltig als Aphex-Zwilling der nächsten Generation empfiehlt, bisher als etwas zarter besaiteten Electronica-Tüftler. An seiner Mutation zum Krach-Drachen soll laut Beipackzettel - wieder mal - der Partymoloch Berlin Schuld sein. Nun ja, Gemütlichkeit assoziiert Clark mit seiner neuen Wahlheimat ganz offensichtlich nicht. Doch gerade in seiner Aggressivität und Bösartigkeit macht "Turning Dragon" großen Spaß.

www.warprecords.com
myspace.com/throttleclark
 
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last updated: 2009.08.26, 12:29